Moers: Möbelhaus Kleier

Eigentlich sollte man meinen, das Geschäft mit den Möbeln sei Ulrich Kleier, dem heutigen Inhaber und Geschäftsführer von Möbelhaus Kleier, bei seiner Geburt 1954 in die Wiege gelegt worden. Doch dem war nicht so: Die Wege des promovierten Juristen führten ihn zunächst einmal als Anwalt in die Welt des europäischen Unternehmerrechts. Es war eine schöne und erfolgreiche Zeit, und so war es nicht leicht für ihn, als nach dem Tod seines Vaters 1989 die Wahl der Familie auf ihn, den passionierten Anwalt, fiel, das Unternehmen weiterzuführen.

Hier fing alles an

Nun hieß es, eine Geschichte fortzuschreiben, die siebzig Jahre zuvor, 1919, mit der Hochzeit von Albertine und Schreinermeister Friedrich Kleier und dem neu errichteten Geschäftshaus auf der Friedrich-Ebert-Straße in Duisburg-Ruhrort begann. Wie nachhaltig Friedrich Kleier diese Geschichte prägte, der sich als Unternehmer und Bürger stets auch seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst war und als Ratsherr und Mitglied des örtlichen Bürgerausschusses eine stadtbekannte Persönlichkeit war, sollte sich später in seinen Nachfolgern erweisen.

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Nach dem Kriege wurde das völlig zerstörte Geschäftshaus wieder aufgebaut. Noch immer unter der Leitung der Firmengründer, expandierte das Unternehmen mehr und mehr. Die goldenen 1950er trugen dazu bei, die gute Marktposition des Unternehmens auszubauen. 1953 übernahm Erich Kleier, Sohn des Seniorchefs, die Leitung des Haupthauses. Dieser errichtete später mehrere Filialen am Niederrhein, unter anderem auch 1963 in Moers.

Der erste Lieferwagen

Während Eisenhower wegen des Kalten Krieges an Moskau appellierte, wurde bei Kleier der erste „Fuhrpark“ angeschafft. Ab sofort gab es keine Transportprobleme mehr – für die Kundschaft ein weiteres Argument, bei Kleier zu kaufen, denn jetzt wurde „frei Haus“ geliefert, ein Service, der 1953 noch längst keine Selbstverständlichkeit war.

Wie sein Vater war auch Erich Kleier neben der erfolgreichen Führung seines Unternehmens politisch engagiert. Viele Jahre war er in der Kommunalpolitik tätig. Im alten Rheinkamper Rat als CDU-Fraktionsvorsitzender, nach der kommunalen Neuordnung auch als Mitglied des Kreistages Wesel.

Einen weiteren Höhepunkt erreichte die Kleier-Geschichte am 9. Mai 1980 mit der Eröffnung des neuen Hauses in der Repelener Straße in Moers. Mit einer Verkaufsfläche von 5000 Quadratmetern in sechs Etagen sprengte das Einrichtungshaus die in Moers übliche Größenordnung. Der Neubau im niederrheinischen Baustil, der ein wenig an ein sakrales Bauwerk erinnert, fand im Volksmund schnell einen Namen: „St. Erich“.

Neun Jahre später übernahm Dr. Ulrich F. Kleier nach dem Tod seines Vaters die Leitung des Familienunternehmens. Erzogen im Geiste sozialer und unternehmerischer Verantwortung und ausgestattet mit einem gut geschulten Sinn für Unternehmensrecht und Politik, setzte er 1989 die von seinem Vater und Großvater geprägte Tradition mit neuen unternehmerischen Schwerpunkten fort. Wie der Vater engagierte sich auch er von Beginn an ehrenamtlich in der Öffentlichkeit.

Die Duisburger Stahlskulptur „Rheinorange“ des Kölner Bildhauers Lutz Fritsch

Ein erstes, den Duisburger Hafen überragendes Zeichen setzte er, damals noch Mitglied der Wirtschaftjunioren Duisburg, mit der von ihm angestoßenen Initiative zum Bau der großen StahlskulpturRheinorange des Kölner Bildhauers Lutz Fritsch. In dieser Skulptur und deren Entstehungsgeschichte verbirgt sich auch ein Stück von Kleiers Unternehmerphilosophie. Denn, so Kleier, „mit Rheinorangesind Kunst und Wirtschaft eine Symbiose eingegangen, deren gemeinsame Kennzeichen mit Kreativität, Freiheit, Verantwortung und Gestaltungswille ansatzweise umschrieben werden können.“

Acht Jahre später konnte er als niederrheinischer IHK-Präsident von 2001 bis 2006 seine damals gewonnenen Erfahrungen auf regionaler Ebene einbringen und ist bis heute neben zahlreichen anderen ehrenamtlichen Funktionen als Vizepräsident des Einzelhandelsverbandes Niederrhein tätig.

Kreativität in Sachen Wohnen …

… und Schlafen

 

 

 

 

 

Kreativität, Verantwortung und Gestaltungswille bestimmen auch seine eigene Unternehmenspolitik. Nach dem Motto: „Kleier – natürlich wohnen“ zeigen seine Möbelkollektionen bei aller Offenheit für neue, rasch wechselnde Trends stets auch einen ausgeprägten Sinn für Langlebigkeit und Nachhaltigkeit beim Einsatz ökologisch einwandfrei verarbeiteter Materialien. Und als sei es nicht schon genug, die Nr. 1 in massiven Naturholzmöbeln am Niederrhein zu sein, wollte er auch hier ein – diesmal umweltpolitisches Zeichen – setzen: So entstand in

enger Zusammenarbeit mit der Stadt Moers die Idee eines „Kleierwaldes“, eine Mischwaldpflanzung am Naturbad Bettenkamper Meer. Ein Zeichen, das verstanden worden ist und Nachahmer gefunden hat. So gesehen, versteht sich die Patenschaft, die Kleier für den Naturschutzbund übernommen hat und mit regelmäßigen Treffen im hauseigenen Bistro pflegt, nahezu von selbst.

Kochen mit dem Moerser Bürgermeister Nobert Ballhaus …

Fragt man Ulrich Kleier nach seinen ganz persönlichen Vorlieben, so erhält man die überraschende Antwort, dass die Tage, an denen bei Möbel Kleier gekocht wird – und diese finden mindestens einmal im Monat statt – für ihn die schönsten sind. Kommerz und Genuss, beides verbindet sich hier in unterhaltsamster Weise und wird nicht selten zum Gesellschaftsereignis. „Ich verstehe mein Haus als Begegnungsstätte für alle, die Sinn für dessen Kultur haben.Und was bringt Menschen einander näher als ein gemeinsames Essen und

… und zahlreichen zufriedenen Gästen

Trinken bei guten Gesprächen?“ Kunststück, kann man da nur sagen, wenn der Koch Jens Sedlmayer heißt und die Grafschafter Weinhandlung ihre Cuvée dazu ausschenkt!

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