24. Februar, 2012

„Ich liebte dieses Kind wie meinen eigenen Sohn“

Von

Ein neues Buch zeigt Friedrich II. erstmals als einen Großen des menschlichen Gefühls

Friedrich der Große − der Mensch:  selbsternannter Misanthrop, der Menschen verachtende Zyniker und Gefühlslästerer, Selbsthasser und Menschenverächter, einer, der nie zu lieben vermochte, weil er sich selbst nie geliebt fühlte …

Friedrich der Große − der Mensch:  selbsternannter Misanthrop, der Menschen verachtende Zyniker und Gefühlslästerer, Selbsthasser und Menschenverächter, einer, der nie zu lieben vermochte, weil er sich selbst nie geliebt fühlte …   So kennen wir ihn und so zeigen ihn auch in diesem Jahr wieder die zahlreich erschienenen Bücher über ihn.  Das jüngste Buch aus der Feder des Medizinhistorikers Michael Sachs zeichnet ein anderes Bild − ein Bild, zu dem Friedrich II. selbst aufgrund von bisher wenig bekannten und in der Friedrich-Literatur kaum berücksichtigten Quellen die Vorlage geliefert hat.   Anlass war der  frühe Tod seines Neffen Heinrich, des jüngeren Bruders des späteren Thronfolgers Friedrich Wilhelm II. „Ich liebte dieses Kind wie meinen eigenen Sohn“, schrieb Friedrich der Große unter Tränen nach dessen Tod. „Für den Staat ist es ein großer Verlust [...]; meine Hoffnungen sinken mit ihm ins Grab.“ Und unter Tränen las er seinem Vorleser Thiébault die von ihm handschriftlich verfasste Lobrede auf seinen „freundlich geliebten Neveu“ vor, die dieser vor der Berliner Akademie der Wissenschaften und Künste öffentlich verlesen sollte.  Nicht nur seinem Neffen hat Friedrich mit dieser Éloge ein historisch einzigartiges Denkmal seiner Liebe gesetzt, sondern auch sich selbst als einem Menschen, der von sich sagte: „Ich selbst habe keine Kinder gehabt, aber ich glaube, ein Vater kann seinen einzigen Sohn nicht mehr beweinen als ich diesen liebenswerten Jüngling.”   Prof. Dr. Michael Sachs hat in jahrelangen Recherchen erstmals nahezu sämtliche historischen Zeitzeugenberichte und Quellen zur Person des Prinzen Heinrich und Friedrichs II. Beziehung zu seinem Neffen zusammengetragen und zu einem lebendigen Porträt dieses außergewöhnlichen Menschen gestaltet.

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So kennen wir ihn und so zeigen ihn auch in diesem Jahr wieder die zahlreich erschienenen Bücher über ihn.

Das jüngste Buch aus der Feder des Medizinhistorikers Michael Sachs zeichnet ein anderes Bild − ein Bild, zu dem Friedrich II. selbst aufgrund von bisher wenig bekannten und in der Friedrich-Literatur kaum berücksichtigten Quellen die Vorlage geliefert hat.

Anlass war der  frühe Tod seines Neffen Heinrich, des jüngeren Bruders des späteren Thronfolgers Friedrich Wilhelm II. „Ich liebte dieses Kind wie meinen eigenen Sohn“, schrieb Friedrich der Große unter Tränen nach dessen Tod. „Für den Staat ist es ein großer Verlust […]; meine Hoffnungen sinken mit ihm ins Grab.“ Und unter Tränen las er seinem Vorleser Thiébault die von ihm handschriftlich verfasste Lobrede auf seinen „freundlich geliebten Neveu“ vor, die dieser vor der Berliner Akademie der Wissenschaften und Künste öffentlich verlesen sollte.

Nicht nur seinem Neffen hat Friedrich mit dieser Éloge ein historisch einzigartiges Denkmal seiner Liebe gesetzt, sondern auch sich selbst als einem Menschen, der von sich sagte: Ich selbst habe keine Kinder gehabt, aber ich glaube, ein Vater kann seinen einzigen Sohn nicht mehr beweinen als ich diesen liebenswerten Jüngling.”

Prof. Dr. Michael Sachs hat in jahrelangen Recherchen erstmals nahezu sämtliche historischen Zeitzeugenberichte und Quellen zur Person des Prinzen Heinrich und Friedrichs II. Beziehung zu seinem Neffen zusammengetragen und zu einem lebendigen Porträt dieses außergewöhnlichen Menschen gestaltet.

24. Januar, 2012

Der Prinz, den Friedrich liebte

Von

„Der Selbstlose zieht Ehre und Ruf den Vorteilen des Reichtums vor, Billigkeit und Gerechtigkeit den Trieben zügelloser Begehrlichkeit, die Wohlfahrt von Staat und Gesellschaft dem Eigennutz und dem Vorteil der Familie …“

(Friedrich der Große in seiner Eloge auf den Prinzen Heinrich)

 

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Guttenberg und Wulff − sie verkörpern ein Thema, das seit Jahren wie ein anschwellender Bocksgesang die öffentliche Diskussion über ein neues Wertebewusstsein der politischen Führung im Umgang mit der Macht beherrscht.

Dass diese Frage nicht neu ist und im Verlauf der Geschichte immer wieder angemahnt werden musste, zeigt der eingangs zitierte Satz, gesprochen vor 245 Jahren in just derselben Stadt, in der erstmals ein Bundespräsident wegen staatsanwaltlicher Ermittlungen von seinem Amt zurücktreten musste.

Wie in kaum einer anderen Schrift hat Friedrich der Große in seiner Éloge auf seinen Neffen Heinrich – anders und mehr noch als in seinem »Antimachiavell« – seine Maximen formuliert, woran man die Tugenden eines wahrhaft guten und gerechten Herrschers misst und erkennt. Anlass dazu war der frühe Tod dieses Prinzen, die Hoffnung des Hauses Brandenburg, als die Heinrich ihm galt, den Friedrich wie keinen in seiner Familie geliebt hatte und in dem er all diese Tugenden verkörpert sah.

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6. Juni, 2011

Kommt das Heil aus dem Osten?

Von

Am 1. Mai trat die neue Arbeitnehmerfreizügigkeit für die östlichen EU-Länder in Kraft. Damit verbunden war die Hoffnung der Politik, Tausende von „pflegewilligen“ Arbeitskräften aus Ländern wie Polen, Tschechien und Ungarn anwerben zu können, um dem wachsenden Pflegenotstand in Deutschland entgegenzuwirken. Liegt die Rettung unserer Pflege in der Hand unserer östlichen Nachbarn? Uwe Wolfs, der Autor unseres Ratgebers „Pflegebedürftig“ gibt darauf Antwort.

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6. Juni, 2011

Renate Habets auf den 10. Westerwälder Literaturtagen

Von
Autorin Renate Habets

Renate Habets liest aus ihrem Roman "Thea"

Zum Auftakt der 10. Westerwälder Literaturtage las Renate Habets auf Einladung der Wissener Buchhandlung „buchladen“ aus ihrem Roman „Thea“.

Ort der Lesung war die idyllisch gelegene Blumenwerkstatt im Thal, wo sich unter einem offenen Scheunendach zahlreiche Zuhörer einfanden.

Die Westerwälder Literaturtage, die auf Initiative des Schriftstellers Hanns-Josef Ortheil bisher in Wissen stattfanden, wurden in ihrem zehnten Jahr unter der Regie dreier Buchhändler auf den gesamten Kreis Altenkirchen ausgedehnt. Sie haben sich seit ihrer Gründung zu einer bedeutenden Kulturreihe im nördlichen Rheinland-Pfalz entwickelt.  Die Westerwälder Literaturtage dauern bis 18. September. Als letzter Autor wird an diesem Tag in Wissen-Frankenthal Wladimir Kaminer aus seinem Buch „Mein Leben im Schrebergarten“ lesen.

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