29. April, 2009

Ich verspreche …

Von

Frei von gesellschaftlichen Schranken und kulturellen Tabus sind alle Menschen in Europa eingeladen, ein persönliches Versprechen und den eigenen Namen dem Platz des europäischen Versprechens zu geben.

Die Idee dazu stammt von dem Künstler Jochen Gerz, der diesen Platz seit Sommer 2007 in Bochum plant. Der zukünftige Platz befindet sich an der Christuskirche in unmittelbarer Nähe zum Bochumer Rathaus und der Innenstadt. Die Teilnehmer geben Europa ein persönliches Versprechen, das unveröffentlicht bleibt. Lediglich die Namen sind auf großen Basaltbodenplatten zu lesen, die sich ausgehend von der „Heldengedenkhalle“ in der Christuskirche über den Vorplatz ausbreiten. Bisher haben sich fast 10.000 Menschen an diesem Projekt beteiligt. Am 31. Dezember 2010 wird der Platz des europäischen Versprechens der Öffentlichkeit übergeben.

Jochen Gerz: „Fassen Sie sich ein demokratisches Herz und nehmen Sie teil. Die Menschen im Ruhrgebiet und ich persönlich würden uns freuen, wenn Sie zu den Autoren dieser europäischen Realisation zählten und sich an diesem originellen öffentlichen und kulturellen Prozess beteiligen und darüber hinaus auch Ihr Umfeld ansprechen und zum Beitrag animieren könnten.“

Eine Aufforderung, die wir gerne unterstützen.

Übrigens: Am 10. Mai 2009 findet im Rahmen des Europatages vor der Bochumer Christuskirche eine Veranstaltung mit dem Vorsitzenden Geschäftsführer der Ruhr.2010 GmbH, Dr. Fritz Pleitgen, dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, Dr. Hans-Gert Pöttering, dem Präsidenten des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Norbert Lammert, und dem Künstler Jochen Gerz statt. Bei diesem Anlass wird die erste Namensplakette der Öffentlichkeit übergeben.

Weitere Informationen unter: www.pev2010.eu oder Tel.: 0234-506 27 94

26. April, 2009

Ja! Endlich …

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Frank Schwarz, Inhaber der Duisburger „Schifferbörse“, und Christine Gatz aus Rheinberg-Orsoy haben geheiratet. Am 24. April standesamtlich und tags darauf kirchlich in der evangelischen Kirche in Orsoy.

Die Kirche war so voll wie sonst nur zu Weihnachten. Und wie Weihnachten, so muss auch dem jungen, wenn auch bereits der Jugend entwachsenen Brautpaar zumute gewesen sein. Beide strahlten mit der Sonne um die Wette, und das gewiss nicht nur deshalb, weil die Orsoyer Karnevalisten linksherum salutierten, sondern weil die beiden als frisch gesegnetes Ehepaar das größte Geschenk ihres Lebens am Arm nach Hause führen durften: Christine ihren Frank, Frank seine Christine.

Zuvor aber kam das Bad in der Menge, einer fröhlichen und bunten Freundesschar, darunter auch einige prominente Köpfe, die man bereits aus unseren KochKulturBüchern So kochen wir in Duisburg und So kochen wir am Niederrhein kennt: der Oberbürgermeister von Duisburg, Adolf Sauerland; Monika Scharmach mit Mann und Tochter, Dr. Ulrich Kleier mit Frau, der Kabarettist Kai Magnus Sting und viele andere mehr.

Sie alle waren gekommen, um zusammen mit dem Ehepaar Schwarz am Ausgang des Traugottesdienst in den Wunsch einzustimmen:

Komm, Herr, segne uns, dass wir uns nicht trennen,
sondern überall uns zu dir bekennen.
Nie sind wir allein, stets sind wir die Deinen.
Lachen oder Weinen wird gesegnet sein.

Amen, so soll es sein! rufen wir den beiden zu und wünschen ihnen, dass aus ihrem Trauspruch: Lasst uns aufeinander achten und uns zur Liebe und zu guten Taten anspornen! (Hebr. 10,24) ein reicher Segen für ihre Ehe und ihre Mitmenschen fließen möge.

10. April, 2009

Ein neues Schlüsselerlebnis in der „Justizvollzugsoase“ Moers-Kapellen

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„In den nächsten Monaten werden hier ein zusätzliches Unterkunftsgebäude mit 62 Haftplätzen einschließlich einer Werkstatt sowie ein neues Verwaltungsgebäude entstehen“, sagte die Ministerin.

So weit, so gut. Doch wer glaubte, hoffen zu dürfen, dass durch den Neubau in der seit langem überbelegten JV-Oase Moers-Kapellen endlich Entspannung angesagt ist, wurde gleich darauf eines Besseren belehrt. Denn, so die Ministerin zum deutlichen Verdruss der Leiterin der JVA Moers-Kapellen Elke Krüger weiter, „diese neuen Plätze werden uns in die Lage versetzen, im Gegenzug die nicht mehr zeitgemäße offene Zweiganstalt Mönchengladbach-Giesenkirchen mit ihren 62 Haftplätzen aufzugeben.“

Tatsächlich ist die, im Amtsdeutsch aufgrund ihrer Baufälligkeit als „abgängig“ geführte, Zweiganstalt inzwischen so marode, dass zu befürchten steht, dass die dort als Gefangenen inhaftierten Freigänger lieber selbst abgängig (so im Polizeideutsch, Febr. 2009), d. h. flüchtig werden, als infolge eines unerwarteten Mauerfalls abgängig, also laut Deutschem Rechtswörterbuch erschlagen, bzw. getötet zu werden.

Wer weiß, vielleicht haben in Mönchengladbach-Giesenkirchen die dortigen Freigänger selbst den Abgang der dortigen Anstalt beschleunigt, um so rasch wie möglich in die idyllisch gelegene Justizvollzugsoase Moers-Kapellen verlegt zu werden. Von der heißt es nämlich, dass manch einer dort die Freiheit in Gefangenschaft lieber einer Gefangenschaft in Freiheit vorziehen würde.
Allerdings müssen sich die Kollegen in Mönchengladbach-Giesenkirchen noch etwas gedulden; denn, so die Ministerin, „die Fertigstellung und Übergabe der Gebäude ist für Anfang 2011 vorgesehen.“

Ihnen sei jedoch gesagt: Das Warten lohnt sich. Warum das so ist, darüber erfahren Sie hier mehr …

13. März, 2009

Wenn Fischers Fisch bei Ihnen klingelt …

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Ähnliches geschah in England, wie kürzlich die Süddeutsche Zeitung einer dpa-Meldung zufolge berichtet hat. Dort habe ein britischer Fischer ein Handy im Magen eines Kabeljaus gefunden – und mit reichlich Glück sogar dessen Besitzer, den britischen Geschäftsmann Andrew Cheatle, ausfindig gemacht. Dieser, so zeigte sich bald, hatte sein Mobiltelefon beim Spaziergang am Strand verloren. Weiter heißt es in der Meldung:

Eine Woche später klingelte es bei seiner Freundin: Fischer Glen Kerley war am Apparat. „Ich dachte erst, er nimmt mich auf die Schippe. Aber dann sagte er, er habe einen Kabeljau gefangen und beim Ausnehmen ein Handy gefunden“, sagte Cheatle. „Es hat zwar etwas gestunken, aber es funktionierte, als es trocken war.“ Kerley hatte den elf Kilo schweren und mehr als einen Meter langen Fisch in der südenglischen Grafschaft West Sussex an Land gezogen. Weil das Gerät zunächst nicht ging, nahm er auf der Suche nach dem Besitzer die Chipkarte zur Identifikation heraus und legte sie in sein eigenes Telefon. „Der Kabeljau ist ein gieriger Fisch – er isst alles. Die Fische haben große Köpfe und große Mäuler“, erklärte Kerley.

12. März, 2009

Auf den Spuren von Hanns Dieter-Hüsch

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Als Kabarettist, Schriftsteller, Liedermacher und Hobbykoch hat er als bekennender „Moerser Jung“ die demokratische Kultur des verbalen Widerstands im Nachkriegsdeutschland entscheidend mitgeprägt. Und naürlich auch Spuren hinterlassen. Vor allem in seiner Heimatstadt.
Sich auf selbige zu begeben, dazu laden in diesem Jahr die Moerser Stadtführer ein – und zwar am 17. März, 26. Mai und 27. Oktober 2009.
Wer schon mal darauf einstimmen und die typisch niederrheinische Esskultur kennen lernen will, dem sei zur Lektüre die Episode „Beim Essen reden wir vom Sterben und beim Sterben vom Essen“ aus seinem Buch „Du kommst auch drin vor“ empfohlen.
Aber auch diejenigen, die sich für den „Lehmpastor Felke“ interessieren, kommen auf ihre Rechnung. Denn der Pastor Felke aus Repelen gehört zum Klassiker unter den Stadtführungsthemen. Christa Wittfeld, unsere Rezeptautorin aus Moers-Repelen, führt die Besucher an die frühere Wirkungsstätte des Naturheilers und informiert ausführlich über Leben und Wirken dieses ungewöhnlichen Seelsorgers und Naturheilers. Nachzulesen in unserem KochKulturBuch „So kochen wir am Niederrhein“.

Das Faltblatt mit allen Führungen ist in der Stadtinfo, Neuer Wall 10, erhältlich (Tel.: 02841 / 201-777). Dort werden Anmeldungen entgegengenommen. Die Termine sind zudem auf www.moers.de nachzulesen.

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