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	<title>alcorde Verlag</title>
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	<description>Der Verlag mit Herz, der Menschen anspricht und verbindet</description>
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		<title>Apropos Franziskus</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Mar 2013 17:21:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stammler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Mensch, den man nicht vergißt Ein Erlebnis von Stefan Zweig Undankbar wäre es, wollte ich den Menschen vergessen, der mich zwei der schwierigsten Dinge des Lebens gelehrt hat: einmal, aus völliger innerer Freiheit heraus sich der stärksten Macht der &#8230; <a href="http://www.alcorde-verlag.de/2013/03/17/3357/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="color: #ff6600; font-weight: bold;">Ein Mensch, den man nicht vergißt</span></h2>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva; color: #008000;"><strong>Ein Erlebnis</strong><br />
von Stefan Zweig</span></p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 154px"><a href="http://www.alcorde-verlag.de/wp-content/uploads/2012/06/Stefan_Zweig_2.jpg"><img alt="Stefan Zweig" src="http://www.alcorde-verlag.de/wp-content/uploads/2012/06/Stefan_Zweig_2.jpg" width="144" height="172" /></a><p class="wp-caption-text">Stefan Zweig</p></div>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">Undankbar wäre es, wollte ich den Menschen vergessen, der mich zwei der schwierigsten Dinge des Lebens gelehrt hat: einmal, aus völliger innerer Freiheit heraus sich der stärksten Macht der Welt, der Macht des Geldes nicht unterzuordnen, und dann, unter seinen Mitmenschen zu le­ben, ohne sich auch nur einen einzigen Feind zu schaffen.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">Ich lernte diesen einzigartigen Menschen auf ganz ein­fache Weise kennen. Eines Nachmittags — ich wohnte da­mals in einer Kleinstadt — nahm ich meinen Spaniel auf einen Spaziergang mit. Plötzlich begann der Hund sich recht merkwürdig zu gebärden. Er wälzte sich am Boden, scheuerte sich an den Bäumen und jaulte und knurrte da­bei fortwährend.<em><br />
</em></span></p>
<p><span id="more-3357"></span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">Noch ganz verwundert darüber, was er nur haben könne, gewahrte ich, daß jemand neben mir ging — ein Mann von ungefähr dreißig Jahren, ärmlich gekleidet und ohne Kragen und Hut. Ein Bettler, dachte ich und war schon dabei, in die Tasche zu greifen. Aber der Fremde lächelte mich ganz ruhig mit seinen klaren blauen Augen an wie ein alter Bekannter.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">»Dem armen Tier fehlt was«, sagte er und zeigte auf den Hund. »Komm mal her, wir werden das gleich ha­ben.«</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">Dabei duzte er mich, als wären wir gute Freunde; aus seinem Wesen sprach eine solch warmherzige Freundlich­keit, daß ich gar keinen Anstoß an dieser Vertraulichkeit nahm. Ich folgte ihm zu einer Bank und setzte mich neben ihn. Er rief den Hund mit einem scharfen Pfiff heran.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">Und nun kommt das Merkwürdigste: mein Kaspar, sonst Fremden gegenüber äußerst mißtrauisch, kam heran und legte gehorsam seinen Kopf auf die Knie des Unbekannten. Der machte sich daran, mit seinen langen empfindsamen Fingern das Fell des Hundes zu untersu­chen. Endlich ließ er ein befriedigtes »Aha« hören und nahm dann eine anscheinend recht schmerzhafte Opera­tion vor, denn Kaspar jaulte mehrmals auf. Trotzdem machte er keine Miene wegzulaufen. Plötzlich ließ ihn der Mann wieder frei.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">»Da haben wir&#8217;s«, meinte er lachend und hielt etwas in die Höhe. »Nun kannst du wieder springen, Hundchen.« Während sich der Hund davonmachte, erhob sich der Fremde, sagte mit einem Kopfnicken »Grüß Gott« und ging seines Wegs. Er entfernte sich so rasch, daß ich nicht einmal daran denken konnte, ihm für seine Bemühung etwas zu geben, geschweige denn mich bedankte. Mit der gleichen selbstverständlichen Bestimmtheit, mit der er aufgetaucht war, verschwand er wieder.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">Zu Hause angelangt, mußte ich noch immer an das selt­same Gehaben des Mannes denken und berichtete meiner alten Köchin von der Begegnung.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">»Das war der Anton«, sagte sie. »Der hat ein Auge für solche Sachen.«</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">Ich fragte sie, was der Mann von Beruf sei und was er treibe, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">Als sei meine Frage so erstaunlich, antwortete sie:</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">»Gar nichts. Einen Beruf? Was sollte er auch mit einem Beruf?«</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">»Na, schön und gut«, meinte ich, »aber schließlich muß doch jeder von irgend einer Beschäftigung leben?«</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">»Der Anton nicht«, sagte sie. »Dem gibt jeder von sich aus, was er nötig hat. Dem ist Geld ganz gleichgültig. Das braucht der gar nicht.«</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">Tatsächlich ein seltsamer Fall. In dieser kleinen Stadt, wie in jeder anderen kleinen Stadt auf der Welt, mußte man jedes Stück Brot und jedes Glas Bier mit Geld bezah­len. Man mußte sein Nachtquartier bezahlen und seine Kleidung. Wie brachte es dieser unscheinbare Mann in seinen abgerissenen Hosen fertig, ein so festgefügtes Ge­setz zu umgehen und glücklich, frei von Sorgen dahinzu­leben?</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">Ich beschloß, hinter das Geheimnis seines Tuns zu kommen und stellte dabei sehr bald fest, daß meine Kö­chin recht gehabt hatte. Dieser Anton hatte wirklich keine bestimmte Beschäftigung. Er begnügte sich damit, von früh bis abend in der Stadt herumzuschlendern — schein­bar ziellos —, aber mit seinen wachen Augen beobachtete er alles. So hielt er den Kutscher eines Wagens an und machte ihn darauf aufmerksam, daß sein Pferd schlecht angeschirrt sei. Oder er bemerkte, daß ein Pfosten in ei­nem Zaun morsch geworden war. Dann rief er den Besit­zer und riet ihm, den Zaun ausbessern zu lassen. Meistens übertrug man ihm dann die Arbeit, denn man wußte, daß er niemals aus Habgier Ratschläge erteilte, sondern aus aufrichtiger Freundlichkeit.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">An wie vieler Leute Arbeit habe ich ihn nicht Hand anlegen sehen! Einmal fand ich ihn in einem Schuster­laden Schuhe ausbessern, ein andermal als Aushilfskell­ner bei einer Gesellschaft, wieder ein andermal führte er Kinder spazieren. Und ich entdeckte, daß alle Leute sich in Notfällen an Anton wandten. Ja, eines Tages sah ich ihn auf dem Markt unter den Marktweibern sitzen und Äpfel verkaufen und erfuhr, daß die Eigentümerin des Standes im Kindbett lag und ihn gebeten hatte, sie zu ver­treten.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">Es gibt sicher in allen Städten viele Leute, die jede Ar­beit verrichten. Das Einzigartige bei Anton aber war, daß er sich, wie hart seine Arbeit auch war, immer ganz ent­schieden weigerte, mehr Geld anzunehmen, als er für ei­nen Tag brauchte. Und wenn es ihm gerade gut ging, dann nahm er überhaupt keine Bezahlung an.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">»Ich sehe Sie schon noch mal wieder«, sagte er, »wenn ich wirklich was brauchen sollte.«</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">Mir wurde bald klar, daß der merkwürdige kleine Mann, diensteifrig und zerlumpt wie er war, für sich selbst ein ganz neues Wirtschaftssystem erfunden hatte. Er rechnete auf die Anständigkeit seiner Mitmenschen. Anstatt Geld auf die Sparkasse zu legen, zog er es vor, sich bei seiner Umwelt ein Guthaben moralischer Verpflich­tungen zu schaffen. Er hatte ein kleines Vermögen in so­zusagen unsichtbaren Krediten angelegt. Und selbst den kaltherzigsten Menschen war es nicht möglich, sich dem Gefühl der Verpflichtung gegenüber einem Manne zu entziehen, der ihnen seine Dienste wie eine freundliche Gunst erwies, ohne dafür jemals Bezahlung zu fordern.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">Man brauchte Anton nur auf der Straße zu sehen, um zu erkennen, auf welch besondere Art man ihn schätzte. Alle Welt grüßte ihn herzlich, jedermann gab ihm die Hand. Der einfache freimütige Mann in seinem schäbigen An­zug wandelte durch die Stadt wie ein Grundeigentümer, der mit großzügigem und freundlichem Wesen seine Be­sitzungen überwacht. Alle Türen standen ihm offen, und er konnte sich an jedem Tisch niederlassen, alles stand zu seiner Verfügung. Nie habe ich so gut begriffen, welche Macht ein Mensch ausüben kann, der nicht für morgen sorgt, sondern einfach auf Gott vertraut.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">Ich muß ehrlich gestehen, daß es mich zuerst ärgerte, wenn der Anton nach der Sache mit meinem Hunde mich nur im Vorbeigehen mit einem kleinen Kopfnicken grüßte, als wäre ich ein beliebiger Fremder für ihn. Offen­sichtlich wünschte er keinen Dank für seinen kleinen Dienst. Ich aber fühlte mich durch diese höfliche Unbe­fangenheit aus einer großen und freundschaftlichen Ge­meinschaft ausgeschlossen. Als nun eine Reparatur im Hause zu machen war — aus einer undichten Dachrinne tropfte Wasser —, veranlaßte ich meine Köchin, Anton ho­len zu lassen.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">»Den kann man nicht einfach holen. Er hält sich nie lange am gleichen Ort auf. Aber ich kann ihn benachrich­tigen.« Das war ihre Antwort.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">So erfuhr ich, daß dies sonderbare Menschenwesen gar kein Zuhause hatte. Trotzdem war nichts leichter als ihn zu erreichen, eine Art drahtlose Telegraphie schien ihn mit der ganzen Stadt zu verbinden. Man konnte dem er­sten Besten, den man traf, sagen: »Ich könnte jetzt den Anton gut brauchen.« Die Bestellung lief dann von Mund zu Mund, bis ihn zufällig jemand traf. Tatsächlich kam er auch noch am selben Nachmittag zu mir. Er ließ seinen prüfenden Blick rundherum gehen, meinte beim Gang durch den Garten, daß hier eine Hecke gestutzt werden müsse und dort ein junger Baum das Umpflanzen nötig hätte. Endlich sah er sich die Dachrinne an und machte sich an die Arbeit.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">Zwei Stunden später erklärte er, nun sei die Sache in Ordnung und ging weg — wieder bevor ich ihm danken konnte. Aber diesmal hatte ich wenigstens die Köchin be­auftragt, ihn anständig zu bezahlen. So erkundigte ich mich, ob Anton zufrieden gewesen sei.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">»Aber natürlich«, gab sie zur Antwort, »der ist immer zufrieden. Ich wollte ihm sechs Schilling geben, aber er nahm nur zwei. Damit käme er für heute und morgen gut aus. Aber, wenn der Herr Doktor vielleicht einen alten Mantel für ihn übrig hätte — meinte er.«</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">Ich kann nur schwer mein Vergnügen beschreiben, die­sem Mann — übrigens dem ersten Menschen in meiner Be­kanntschaft, der weniger nahm, als man ihm anbot — einen Wunsch erfüllen zu können. Ich rannte ihm nach.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">»Anton, Anton«, rief ich den Abhang hinunter,! »ich habe einen Mantel für dich!«</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">Wieder begegneten meine Augen seinem leuchtenden ruhigen Blick. Er war nicht im geringsten erstaunt, daß ich hinter ihm hergelaufen kam. Es war für ihn nur natür­lich, daß ein Mensch, der einen überzähligen Mantel be­saß, ihn einem andern schenkte, der ihn bitter nötig hatte.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">Meine Köchin mußte nun alle meine alten Sachen her­aussuchen. Anton sah den Haufen durch, nahm sich dann einen Mantel heraus, probierte ihn an und sagte ganz ru­hig: »Der hier wäre recht für mich!«</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">Er hatte das mit der Miene eines Herrn gesagt, der in einem Geschäft aus vorgelegten Waren seine Auswahl trifft. Dann warf er noch einen Blick auf die anderen Klei­dungsstücke.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">»Diese Schuhe könntest du dem Fritz in der Salsergasse schenken, der braucht nötig ein Paar! Und die Hemden da dem Joseph aus der Hauptstraße, die könnte er sich rich­ten. Wenn&#8217;s dir recht ist, bringe ich die Sachen für dich hin.«</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">Dies brachte er im hochherzigen Tone eines Menschen vor, der einem eine spontane Gunst erweist. Ich hatte das Gefühl, ihm dafür danken zu müssen, daß er meine Sa­chen an Leute verteilen wollte, die ich überhaupt nicht kannte. Er packte Schuhe und Hemden zusammen und fügte hinzu:</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">»Du bist wirklich ein anständiger Kerl, das alles so wegzuschenken!« Und er verschwand.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">Tatsächlich hat mir aber niemals eine lobende Kritik über eins meiner Bücher so viel Freude gemacht wie dies schlichte Kompliment. Ich habe in späteren Jahren noch oft voll Dankbarkeit an Anton denken müssen, denn kaum jemand hat mir so viel moralische Hilfe geleistet. Häufig, wenn ich mich über kleine Geldscherereien auf­regte, habe ich mich an diesen Mann erinnert, der ruhig und vertrauensvoll in den Tag hineinlebte, weil er nie mehr wollte, als was für einen Tag reichte. Immer führte mich das zu der gleichen Überlegung: Wenn alle Welt sich gegenseitig vertrauen würde, gäbe es keine Polizei, keine Gerichte, keine Gefängnisse und &#8230; kein Geld. Wäre es nicht vielleicht besser um unser kompliziertes Wirt­schaftsleben bestellt, wenn alle lebten wie dieser Mensch, der sich immer ganz und gar einsetzte und doch nur an­nahm, was er unbedingt brauchte?</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">Viele Jahre habe ich nichts mehr von Anton gehört. Aber ich kann mir kaum jemand vorstellen, um den es einem weniger bange zu sein braucht: er wird niemals von Gott verlassen werden und, was viel seltener ist, auch nie­mals von den Menschen.</span></p>
<hr />
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;"> </span></p>
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		<title>Wie eine Feder am Strand</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Mar 2013 17:23:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stammler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Apropos unser neues Verlagsverzeichnis Federleicht … … sei es zu schreiben — behauptet der Berliner Verein Fun-For-Writing, der Menschen zwischen 8 und 108 zur Teilnahme an seinem Schreibwettbewerb auffordert. »Wichtiger als ein hoher literarischer Anspruch ist der Spaß am Schreiben«, so sein ermutigendes Motto. Warum eigentlich &#8230; <a href="http://www.alcorde-verlag.de/2013/03/16/wie-eine-feder-am-strand/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva; color: #ff6600;">Apropos unser neues Verlagsverzeichnis</span></h2>
<h2><span style="color: #008000;">Federleicht …</span></h2>
<div id="attachment_3319" class="wp-caption alignright" style="width: 167px"><a title="Verlagsverzeichnisse" href="http://www.alcorde-verlag.de/verlag/ueber-unsere-buecher/verlagsverzeichnisse/" target="_blank"><img class=" wp-image-3319  " alt="Verlagsprospekt_VS_7cm" src="http://www.alcorde-verlag.de/wp-content/uploads/2013/03/Verlagsprospekt_VS_7cm.jpg" width="157" height="335" /></a><p class="wp-caption-text">Verlagsverzeichnis Frühjahr 2013</p></div>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">… sei es zu schreiben — behauptet der Berliner Verein<br />
<a title="Fun-for-writing" href="http://www.federleicht-schreibwettbewerb.de/" target="_blank">Fun-For-Writing</a>, der Menschen zwischen 8 und 108 zur Teilnahme an seinem Schreibwettbewerb auff</span><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">ordert.<br />
<em>»Wichtiger als ein hoher literarischer Anspruch ist der Spaß am Schreiben«</em>, so sein ermutigendes Motto. Warum eigentlich nicht? Schreiben kann durchaus Spaß machen, wenn man den Anspruch nicht zu hoch hängt. </span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">Doch im Ernstfall hört der Spaß auf: <em>»Die Kehle ist geschwollen, man hat Kopfweh, man hat Angst. Glauben Sie niemandem, der in diesen Höhen von Spaß redet. Die Spitzenalpinisten fangen dort an, wo der Spaß aufhört«</em>, sagt <a href="http://de.wikiquote.org/wiki/Spa%C3%9F">Reinhold Messner</a> über das Extrembergsteigen.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;"> Auch Schriftsteller sind Bergsteiger, Höhenartisten. Über das Buch »<i>Leben«</i> von David Wagner, dem diesjährigen Preisträger des Leipziger Buchpreises, heißt es auf <a href="http://www.stern.de/kultur/buecher/leipziger-buchpreis-fuer-david-wagner-federleicht-hingehaucht-und-doch-so-nachdenklich-1984409.html">stern.de</a>, dass keines der vier anderen nominierten Werke die Jury so sehr </span><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">überzeugte wie der scheinbar federleicht hingehauchte und doch so nachdenkliche Band von David Wagner. <em>»Mit sanfter Gewalt nimmt Wagner seinen Leser mit auf eine Hadesfahrt mit Rückfahrkarte«</em>, so die <span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;"><a title="Laudatorin Daniela Strigl" href="http://www.stern.de/kultur/buecher/leipziger-buchpreis-fuer-david-wagner-federleicht-hingehaucht-und-doch-so-nachdenklich-1984409.html" target="_blank">Laudatorin Daniela Strigl</a>.</span></span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;"><span id="more-3317"></span></span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">Federleicht? Schwer wird einem die Feder, federleicht zu schreiben, wenn es um Ernstes geht, um Schweres. Die richtigen Worte zu finden und den rechten Ton. Das Schwere leicht zu machen und das Heiter-Leichte nicht zu schwer. Den Ton im Angesicht des Abgrunds zu heben und ihn beim Aufblick in die Höhe mit der Erde zu verbinden.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;"><span style="color: #ff6600;"><a title="Verlagsverzeichnisse" href="http://www.alcorde-verlag.de/verlag/ueber-unsere-buecher/verlagsverzeichnisse/#Fruehjahr_2013"><span style="color: #ff6600;">Ein wenig davon finden Sie auch in unserem Verlagsverzeichnis.</span></a> </span>Unterschiedlich in den Themen und Kategorien, verschieden im Anspruch, aber doch immer auf einer Höhe, wo der Spaß für den Autor aufhört — und für den Leser beginnt.</span></p>
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		</item>
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		<title>Neu bei alcorde: Kiesel zum Gedenken</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Sep 2012 13:55:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stammler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Renate Habets, der Autorin des Romans &#8220;Thea&#8221;, ist ein neues Buch erschienen: ein Band mit elf Erzählungen über Menschen jüdischen Glaubens, deren Schicksal sie im 19. Jahrhundert am Rande der Ruhr bei Kettwig angesiedelt hatte.  Bei den Juden ist es &#8230; <a href="http://www.alcorde-verlag.de/2012/09/22/neu-bei-alcorde-kiesel-zum-gedenken/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #003300;"><strong><span style="font-family: georgia, palatino;">Von Renate Habets, der Autorin des Romans &#8220;Thea&#8221;, ist ein neues Buch erschienen: ein Band mit elf Erzählungen über Menschen jüdischen Glaubens, deren Schicksal sie im 19. Jahrhundert am Rande der Ruhr bei Kettwig angesiedelt hatte. </span></strong></span></p>
<p><span style="font-family: helvetica;">Bei den Juden ist es Brauch, zum Gedenken an die Verstorbenen einen Kieselstein auf das Grab zu legen.<br />
</span>Auch die Erzählungen, die unsere Autorin Renate Habets in ihrem neuen Band vorlegt, wollen eine Art Kiesel sein, Kiesel zum Gedenken an jüdische Menschen, die aus der Erinnerung herausgefallen sind.<br />
Elf Erzählungen sind es geworden, weil das Kaddisch, das jüdische Totengebet, elfmal gesprochen wird – elfmal Erinnerung an den Verstorbenen, elfmal Erinnerung an die Frauen und Männer, Jungen und Mädchen, die im 19. Jahrhundert irgendwo in einer kleinen deutschen Stadt lebten, hier verkörpert in Kettwig vor der Brücke, und nahezu vergessen auf einem Friedhof ruhen, nicht nur demjenigen am Blomericher Weg.</p>
<div id="attachment_2982" class="wp-caption alignright" style="width: 167px"><a title="Kiesel zum Gedenken" href="http://www.alcorde-verlag.de/buecher/edition-wege/kiesel-zum-gedenken/" target="_blank"><img class=" wp-image-2982" title="Kiesel zum Gedenken" src="http://www.alcorde-verlag.de/wp-content/uploads/2012/09/Kiesel_350-196x300.jpg" alt="Habets_Kiesel zum Gedenken" width="157" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Mehr zum Buch</p></div>
<p>So schreibt die Autorin in ihrem Vorwort:</p>
<blockquote><p>Bei meinen Besuchen auf dem jüdischen Friedhof am Blomericher Weg in Ratingen-Hösel stellte ich mir  mehr und mehr die Frage, wie das Leben derjenigen ausgesehen hatte, deren Grabsteine ich vor mir sah, wer es sei, der dort seine letzte Ruhestätte gefunden hatte. Ihnen, deren Namen kaum leserlich und deren Geschichten vergessen sind, wollte ich ein Gesicht geben.</p>
<p>Dabei wollte ich nicht erzählen, was war – die Geschichten sind nicht dokumentarisch.  Sondern ich wollte erzählen, wie es hätte gewesen sein können. Dabei fühlte ich mich durchaus der historischen Wahrheit verpflichtet, recherchierte sorgfältig, erfand aber dennoch die einzelnen Geschichten, erlebte sie schreibend nach, So ist der Name des 1786 ersten dort Bestatteten, Samuel ben Benjamin, zwar historisch,  und er stammt auch tatsächlich aus dem Elsass, das ist bekannt, aber die Erklärung dafür, wie dieser nach Kettwig gelangt sein könnte, ist meine Erfindung.<span id="more-3012"></span></p>
<p>Auch sind den Geschichten keine bestimmten Grabsteine zuzuordnen, was die Fotografien nahe legen könnten, sondern ich habe mich beim Schreiben zunehmend von der konkreten Anschauung gelöst und allgemein Menschliches umkreist. Jeder Grabstein könnte für jeden Menschen stehen.</p>
<p>Die Erzählungen zeigen Möglichkeiten jüdischen Lebens in einer fast ländlichen Kleinstadt im Laufe des 19. Jahrhunderts und handeln von Menschen jüdischen Glaubens mit all dem, was Menschen ausmacht: Trauer, Hoffnung, Liebe, Engherzigkeit, Tod, Schmerz, Freude, Druck, Glauben und Aufbegehren. Es wird erzählt, was geschehen kann: von Eltern, die ihre Kinder nicht verstehen; von Müttern, die an ihren unehelichen Kindern zerbrechen; von Jungen und Mädchen, die sich falsch verlieben; von dem Ende einer Hoffnung, als der Sohn stirbt, oder von dem  Erfolg, der mit dem Glauben an sich selbst Hand in Hand geht. Sie erzählen von Reich und Arm, von Mann und Frau, von Alt und Jung, bemühen sich, jedem in einer solchen kleinen Stadt eine Stimme zu geben. Aber sie erzählen auch von den Erfahrungen, die den  jüdischen Menschen stark zueigen sind: Verfolgung und Ausgrenzung.</p>
<p>Und so verstehe ich diese Erzählungen als ein Stück Erinnern an Menschen jüdischen Glaubens, die im 19. Jahrhundert in Deutschland lebten und nicht mehr sind, unbekannt, vergessen – ob in Kettwig vor der Brücke oder anderswo.</p>
<p>Elf Erzählungen sind es geworden, weil das Kaddisch, das jüdische Totengebet, elfmal gesprochen wird – elfmal Erinnerung an den Verstorbenen, elfmal Erinnerung an die Frauen und Männer, Jungen und Mädchen, die im 19. Jahrhundert irgendwo in einer kleinen deutschen Stadt lebten, hier verkörpert in Kettwig vor der Brücke, und nahezu vergessen − nur: „Kiesel zum Gedenken“ − auf einem Friedhof ruhen, nicht nur demjenigen am Blomericher Weg.</p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Senioren besetzen Berliner Villa</title>
		<link>http://www.alcorde-verlag.de/2012/07/06/senioren-besetzen-berliner-villa/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Jul 2012 11:15:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stammler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alcorde-verlag.de/?p=2751</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Wir wollen zusammenbleiben, das ist unser Ziel&#8221; Wie SPIEGEL ONLINE berichtet, haben etwa 50 Senioren eine Villa besetzt, die von der Bezirksverwaltung Pankow geschlossen werden soll. Diese Villa diente als Begegnungsstätte für einige hundert Senioren zwischen 65 und 96 Jahren, &#8230; <a href="http://www.alcorde-verlag.de/2012/07/06/senioren-besetzen-berliner-villa/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="color: #008000;"><span style="color: #008000;"><strong><em>&#8220;Wir wollen zusammenbleiben, das ist unser Ziel&#8221;</em></strong></span></span></h2>
<p>Wie SPIEGEL ONLINE berichtet, haben etwa 50 Senioren eine Villa besetzt, die von der Bezirksverwaltung Pankow geschlossen werden soll. Diese Villa diente als Begegnungsstätte für einige hundert Senioren zwischen 65 und 96 Jahren, die dort Schach und Canasta spielen, Gymnastik machen und Malkurse besuchen.</p>
<ul>
<li><a title="Senioren besetzen Berliner Villa" href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/senioren-besetzen-haus-in-berlin-pankow-a-842748.html " target="_blank">Mehr lesen</a></li>
<li><a title="Wohnen im Alter" href="http://www.alcorde-verlag.de/buecher/ratgeber/wohnen-im-alter/" target="_blank">Informationen zu dem Ratgeber <em>Glücklich wohnen im Alter</em></a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Oma ins Haus holen &#8211; und Steuern sparen&#8221;</title>
		<link>http://www.alcorde-verlag.de/2012/05/29/oma-ins-haus-holen-und-steuern-sparen/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 May 2012 11:04:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stammler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter dieser Überschrift hat das Magazin FOCUS in seiner Online-Ausgabe eine attraktive Möglichkeit vorgestellt, das Modell des Mehrgenerationen-Hauses auch privat zu realisieren und dabei verschiedene Vorteile unter dem eigenen Dach zu versammeln. Wie das funktioniert und was Sie dafür tun &#8230; <a href="http://www.alcorde-verlag.de/2012/05/29/oma-ins-haus-holen-und-steuern-sparen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Unter dieser Überschrift hat das Magazin FOCUS in seiner Online-Ausgabe eine attraktive Möglichkeit vorgestellt, das Modell des <a title="Wohnen im Alter" href="http://www.alcorde-verlag.de/buecher/ratgeber/wohnen-im-alter/" target="_blank">Mehrgenerationen-Hauses</a> auch privat zu realisieren und dabei verschiedene Vorteile unter dem eigenen Dach zu versammeln.</p>
<p>Wie das funktioniert und was Sie dafür tun müssen, finden Sie <a title="Oma ins Haus holen - und Steuern sparen" href="http://www.focus.de/immobilien/kaufen/tid-25567/vorteile-von-mehrgenerationenhaeusern-oma-ins-haus-holen-und-steuern-sparen_aid_741473.html" target="_blank">→ hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Und wenn wir alle zusammenziehen?</title>
		<link>http://www.alcorde-verlag.de/2012/05/24/und-wenn-wir-alle-zusammenziehen/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 May 2012 10:05:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stammler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[In der «Weißen Reihe» ist ein neuer Ratgeber erschienen zum Thema “Wohnen im Alter”, das nicht nur die Generation 60+ beherrscht, sondern inzwischen auch die bundesdeutschen Kinos. Wie möchte ich im Alter leben? Diese Frage stellt sich vielen Menschen, wenn sie &#8230; <a href="http://www.alcorde-verlag.de/2012/05/24/und-wenn-wir-alle-zusammenziehen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #008000;"><em><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">In der «Weißen Reihe» ist ein neuer Ratgeber erschienen zum Thema “Wohnen im Alter”, das nicht nur die Generation 60+ beherrscht, sondern inzwischen auch d</span></em><em><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">ie </span></em><em><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;"><a title="Wohnen im Alter" href="http://www.alcorde-verlag.de/buecher/ratgeber/wohnen-im-alter/" target="_blank"><span style="color: #008000;">bundesdeutschen Kinos.</span></a></span></em></span></p>
<div id="attachment_2551" class="wp-caption alignright" style="width: 202px"><a title="Wohnen im Alter" href="http://www.alcorde-verlag.de/buecher/ratgeber/wohnen-im-alter/" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-2551" title="Glücklich wohnen im Alter" src="http://www.alcorde-verlag.de/wp-content/uploads/2012/05/Ries_Wohnen_Einband-192x300.jpg" alt="" width="192" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Mehr Informationen zum Buch</p></div>
<p>Wie möchte ich im Alter leben? Diese Frage stellt sich vielen Menschen, wenn sie spüren, dass sie „in die Jahre kommen“.  Mit zunehmendem Alter ändern sich ihre Bedürfnisse, sie verbringen mehr Zeit zuhause, die Ansprüche an das eigene Wohlbefinden wachsen, gesundheitliche Einschränkungen verlangen entsprechende Wohnbedingungen. Das Ende der Berufstätigkeit eröffnet zudem neue Freiräume für eine individuelle Lebensgestaltung, kann jedoch auch zu einem Gefühl von Vereinsamung führen.</p>
<p>Neue Wege wollen gefunden und gegangen werden – Wege, die zum Menschen und seiner neuen Situation passen und ihm ein zufriedenes Leben ermöglichen sollen. Betreutes Wohnen oder Senioren-WG, Residenz oder Pflegeheim: Die Möglichkeiten der Wohn- und Lebensgestaltung sind vielfältig, die Grenzen fließend und die Angebote entsprechend unübersichtlich.</p>
<p>In diesem Ratgeber gibt die Autorin Waltraud Ries eine Übersicht über verschiedene Wohnformen, zeigt finanzielle und rechtliche Aspekte auf und erläutert Vor- und Nachteile, die im Vorfeld bedacht werden sollten. Kapitel für Kapitel werden die Wohnformen anhand von Beispielen vorgestellt, Angebote entschlüsselt, Begrifflichkeiten und Bedingungen leicht verständlich erklärt.</p>
<p>Wer auf der Suche nach der geeigneten Wohnform für eine Lebensphase ist, die besondere Anforderungen an die Gestaltung des Alltags stellt, findet in diesem Buch umfassende und übersichtliche Informationen und sehr konkrete Hilfestellungen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Bedürfen</title>
		<link>http://www.alcorde-verlag.de/2012/05/16/das-bedurfen/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 12:58:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stammler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus den «Erzählungen der Chassidim» von Martin Buber: Anfangs lebte Rabbi Jechiel Michal in großer Armut; doch verließ ihn die Freude nicht für eine Stunde. Einst fragte ihn jemand: »Rabbi, warum betet Ihr nur jeden Tag: ,Gesegnet, der mir alles, &#8230; <a href="http://www.alcorde-verlag.de/2012/05/16/das-bedurfen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h3>Aus den «Erzählungen der Chassidim» von Martin Buber:</h3>
<p><span style="font-family: georgia, palatino;">Anfangs lebte Rabbi Jechiel Michal in großer Armut; doch verließ ihn die Freude nicht für eine Stunde.</span><br />
<span style="font-family: georgia, palatino;">Einst fragte ihn jemand: »Rabbi, warum betet Ihr nur jeden Tag: ,Gesegnet, der mir alles, dessen ich bedarf, gewährt‘? Es geht Euch doch alles ab, was ein Mensch braucht!« Er antwortete: »Sicherlich ist, wessen ich bedarf, eben die Armut, und die ist mir ja gewährt.«</span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>„Ich liebte dieses Kind wie meinen eigenen Sohn“</title>
		<link>http://www.alcorde-verlag.de/2012/02/24/%e2%80%9eich-liebte-dieses-kind-wie-meinen-eigenen-sohn/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Feb 2012 10:51:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stammler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein neues Buch zeigt Friedrich II. erstmals als einen Großen des menschlichen Gefühls Friedrich der Große − der Mensch:  selbsternannter Misanthrop, der Menschen verachtende Zyniker und Gefühlslästerer, Selbsthasser und Menschenverächter, einer, der nie zu lieben vermochte, weil er sich selbst &#8230; <a href="http://www.alcorde-verlag.de/2012/02/24/%e2%80%9eich-liebte-dieses-kind-wie-meinen-eigenen-sohn/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein neues Buch zeigt Friedrich II. erstmals als einen Großen des menschlichen Gefühls</strong></p>
<p>Friedrich der Große − der Mensch<strong>:</strong>  selbsternannter Misanthrop, der Menschen verachtende Zyniker und Gefühlslästerer, Selbsthasser und Menschenverächter, einer, der nie zu lieben vermochte, weil er sich selbst nie geliebt fühlte …</p>
<p><div id="attachment_608" class="wp-caption alignright" style="width: 204px"><a title="Sachs – Durchlauchtigster Prinz" href="http://www.alcorde-verlag.de/buecher/biographien/sachs-durchlauchtigster-prinz-heinrich/" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-608" title="Prinz_Heinrich_Einband_VS_Magento_3cm" src="http://www.alcorde-verlag.de/wp-content/uploads/2012/02/Prinz_Heinrich_Einband_VS_Magento_3cm-194x300.jpg" alt="Friedrich der Große − der Mensch:  selbsternannter Misanthrop, der Menschen verachtende Zyniker und Gefühlslästerer, Selbsthasser und Menschenverächter, einer, der nie zu lieben vermochte, weil er sich selbst nie geliebt fühlte …   So kennen wir ihn und so zeigen ihn auch in diesem Jahr wieder die zahlreich erschienenen Bücher über ihn.  Das jüngste Buch aus der Feder des Medizinhistorikers Michael Sachs zeichnet ein anderes Bild − ein Bild, zu dem Friedrich II. selbst aufgrund von bisher wenig bekannten und in der Friedrich-Literatur kaum berücksichtigten Quellen die Vorlage geliefert hat.   Anlass war der  frühe Tod seines Neffen Heinrich, des jüngeren Bruders des späteren Thronfolgers Friedrich Wilhelm II. „Ich liebte dieses Kind wie meinen eigenen Sohn“, schrieb Friedrich der Große unter Tränen nach dessen Tod. „Für den Staat ist es ein großer Verlust [...]; meine Hoffnungen sinken mit ihm ins Grab.“ Und unter Tränen las er seinem Vorleser Thiébault die von ihm handschriftlich verfasste Lobrede auf seinen „freundlich geliebten Neveu“ vor, die dieser vor der Berliner Akademie der Wissenschaften und Künste öffentlich verlesen sollte.  Nicht nur seinem Neffen hat Friedrich mit dieser Éloge ein historisch einzigartiges Denkmal seiner Liebe gesetzt, sondern auch sich selbst als einem Menschen, der von sich sagte: „Ich selbst habe keine Kinder gehabt, aber ich glaube, ein Vater kann seinen einzigen Sohn nicht mehr beweinen als ich diesen liebenswerten Jüngling.”   Prof. Dr. Michael Sachs hat in jahrelangen Recherchen erstmals nahezu sämtliche historischen Zeitzeugenberichte und Quellen zur Person des Prinzen Heinrich und Friedrichs II. Beziehung zu seinem Neffen zusammengetragen und zu einem lebendigen Porträt dieses außergewöhnlichen Menschen gestaltet. " width="194" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Mehr Informationen zum Buch</p></div>So kennen wir ihn und so zeigen ihn auch in diesem Jahr wieder die zahlreich erschienenen Bücher über ihn.</p>
<p>Das jüngste Buch aus der Feder des Medizinhistorikers Michael Sachs zeichnet ein anderes Bild − ein Bild, zu dem Friedrich II. selbst aufgrund von bisher wenig bekannten und in der Friedrich-Literatur kaum berücksichtigten Quellen die Vorlage geliefert hat.</p>
<p>Anlass war der  frühe Tod seines Neffen Heinrich, des jüngeren Bruders des späteren Thronfolgers Friedrich Wilhelm II. <span style="font-family: georgia, palatino; color: #800000;"><em>„Ich liebte dieses Kind wie meinen eigenen Sohn“</em></span>, schrieb Friedrich der Große unter Tränen nach dessen Tod.<span style="font-family: georgia, palatino; color: #800000;"> <em>„Für den Staat ist es ein großer Verlust [...]; meine Hoffnungen sinken mit ihm ins Grab.“ </em></span>Und unter Tränen las er seinem Vorleser Thiébault die von ihm handschriftlich verfasste Lobrede auf seinen <span style="color: #800000; font-family: georgia, palatino;"><em>„freundlich geliebten Neveu“</em></span> vor, die dieser vor der Berliner Akademie der Wissenschaften und Künste öffentlich verlesen sollte.</p>
<p>Nicht nur seinem Neffen hat Friedrich mit dieser Éloge ein historisch einzigartiges Denkmal seiner Liebe gesetzt, sondern auch sich selbst als einem Menschen, der von sich sagte: <span style="font-family: georgia, palatino; color: #800000;">„<em>Ich selbst habe keine Kinder gehabt, aber ich glaube, ein Vater kann seinen einzigen Sohn nicht mehr beweinen als ich diesen liebenswerten Jüngling.”</em></span></p>
<p>Prof. Dr. Michael Sachs hat in jahrelangen Recherchen erstmals nahezu sämtliche historischen Zeitzeugenberichte und Quellen zur Person des Prinzen Heinrich und Friedrichs II. Beziehung zu seinem Neffen zusammengetragen und zu einem lebendigen Porträt dieses außergewöhnlichen Menschen gestaltet.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Prinz, den Friedrich liebte</title>
		<link>http://www.alcorde-verlag.de/2012/01/24/der-prinz-den-friedrich-liebte/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 21:28:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Stammler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biographien]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alcorde-verlag.de/?p=1820</guid>
		<description><![CDATA[„Der Selbstlose zieht Ehre und Ruf den Vorteilen des Reichtums vor, Billigkeit und Gerechtigkeit den Trieben zügelloser Begehrlichkeit, die Wohlfahrt von Staat und Gesellschaft dem Eigennutz und dem Vorteil der Familie &#8230;“ (Friedrich der Große in seiner Eloge auf den &#8230; <a href="http://www.alcorde-verlag.de/2012/01/24/der-prinz-den-friedrich-liebte/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><span style="color: #993300;">„Der Selbstlose zieht Ehre und Ruf den Vorteilen des Reichtums vor, Billigkeit und Gerechtigkeit den Trieben zügelloser Begehrlichkeit, die Wohlfahrt von Staat und Gesellschaft dem Eigennutz und dem Vorteil der Familie &#8230;“</span></p></blockquote>
<h4 style="text-align: center;"><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva;">(Friedrich der Große in seiner Eloge auf den Prinzen Heinrich)</span></h4>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_609" class="wp-caption alignright" style="width: 161px"><a title="Sachs – Durchlauchtigster Prinz" href="http://www.alcorde-verlag.de/buecher/biographien/sachs-durchlauchtigster-prinz-heinrich/" target="_blank"><img class=" wp-image-609 " title="Mehr zum Buch" src="http://www.alcorde-verlag.de/wp-content/uploads/2012/02/Prinz_Heinrich_Einband_VS_200-194x300.jpg" alt="" width="151" height="234" /></a><p class="wp-caption-text">Mehr Informationen zum Buch</p></div>
<p><a name="test"></a>Guttenberg und Wulff − sie verkörpern ein Thema, das seit Jahren wie ein anschwellender Bocksgesang die öffentliche Diskussion über ein neues Wertebewusstsein der politischen Führung im Umgang mit der Macht beherrscht.</p>
<p>Dass diese Frage nicht neu ist und im Verlauf der Geschichte immer wieder angemahnt werden musste, zeigt der eingangs zitierte Satz, gesprochen vor 245 Jahren in just derselben Stadt, in der erstmals ein Bundespräsident wegen staatsanwaltlicher Ermittlungen von seinem Amt zurücktreten musste.</p>
<p>Wie in kaum einer anderen Schrift hat Friedrich der Große in seiner Éloge auf seinen Neffen Heinrich – anders und mehr noch als in seinem »<a title="Antimachiavell" href="http://gutenberg.spiegel.de/buch/5318/1" target="_blank">Antimachiavell</a>« – seine Maximen formuliert, woran man die Tugenden eines wahrhaft guten und gerechten Herrschers misst und erkennt. Anlass dazu war der frühe Tod dieses Prinzen, die Hoffnung des Hauses Brandenburg, als die Heinrich ihm galt, den Friedrich wie keinen in seiner Familie geliebt hatte und in dem er all diese Tugenden verkörpert sah.</p>
<p><span id="more-1820"></span></p>
<p><em><span style="font-family: georgia, palatino;">„Ich liebte dieses Kind wie meinen eigenen Sohn“</span></em>, schrieb Friedrich der Große am 27. Mai 1767, einen Tag nach dem Tod seines Neffen, unter Tränen an seinen Bruder Heinrich.<em> <span style="font-family: georgia, palatino;">„Für den Staat ist es ein großer Verlust; meine Hoffnungen sinken mit ihm ins Grab.“</span></em> Und an seine Schwester Ulrike, die Königin von Schweden, schrieb er am 10. Juni:<em><span style="font-family: georgia, palatino;"> &#8220;Wenn die Natur sich je in der Erschaffung eines vollkommenen Wesens gefallen hat, so war es dieses liebenswerte Kind, das ich ewig betrauern werde.&#8221;</span></em></p>
<p>Dieser Prinz, der zweite Sohn seines Bruders August Wilhelm, war mit neunzehn Jahren an einer Pockeninfektion gestorben. In seinem Schmerz widmete ihm Friedrich die <em><span style="font-family: georgia, palatino;">„Éloge du Prince Henri de Prusse“</span></em>, eine seiner menschlich anrührendsten literarischen Arbeiten: <em><span style="font-family: georgia, palatino;">„Mein Prinz! Du wußtest, wie teuer Du mir warst, wie wert ich Dich hielt! [...] Ewig wirst Du in meinem Herzen leben. Dein Name wird sich in alle meine Gespräche mischen, und Dein Andenken wird erst mit dem letzten Atemzuge in mir erlöschen.“</span></em></p>
<p><span style="font-family: helvetica;">Wer war dieser Prinz Heinrich? In der Geschichtsschreibung wird er kaum erwähnt. Und doch war er der Mensch, </span>um den der König bei seinem Tod erstmals Tränen vergoss: Prinz Heinrich von Preußen, Friedrichs Neffe und jüngerer Bruder des Thronfolgers und späteren Königs Friedrich Wilhelm II. In ihm sah Friedrich alle edlen Tugenden eines Menschen vereint, für ihn verkörperte er die heimliche Hoffnung Preußens.<em><span style="font-family: georgia, palatino;"> </span></em></p>
<p><span style="font-family: georgia, palatino;"><span style="font-family: helvetica;"> Am 9. Juni 1767, zwei Tage vor der Beisetzung des Prinzen Heinrich im Berliner Dom, schrieb Friedrich noch einmal an seinen Bruder Bruder:</span></span><em><span style="font-family: georgia, palatino;"> &#8220;In ihm sah ich einen Prinzen, der den Ruhm des Hauses hochhalten würde. Ich wollte ihn im nächsten Jahre verheiraten und rechnete darauf, daß er zur Sicherung der Erbfolge beitragen würde. Wenn ich überdies bedenke, daß dieser Jüngling das beste Herz von der Welt hatte, daß Wohltun ihm angeboren war, daß er mich liebte, dann lieber Bruder, stürzen mir die Tränen wider Willen aus den Augen und ich muß den Verlust des Staates und meinen eigenen betrauern. Ich selbst habe keine Kinder gehabt, aber ich glaube, ein Vater kann seinen einzigen Sohn nicht mehr beweinen als ich diesen liebenswerten Jüngling.&#8221;</span></em></p>
<p>Michael Sachs zeichnet ein sehr berührendes Porträt dieses früh vollendeten Menschen in Form von Zeitzeugenberichten, die ein genaues Bild dieses Menschen und der besonderen Beziehung Friedrich des Großen zu ihm wiedergeben.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kommt das Heil aus dem Osten?</title>
		<link>http://www.alcorde-verlag.de/2011/06/06/kommt-das-heil-aus-dem-osten/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Jun 2011 20:06:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Wolfs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[alcorde]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.alcorde-verlag.de/?p=107</guid>
		<description><![CDATA[Am 1. Mai trat die neue Arbeitnehmerfreizügigkeit für die östlichen EU-Länder in Kraft. Damit verbunden war die Hoffnung der Politik, Tausende von „pflegewilligen“ Arbeitskräften aus Ländern wie Polen, Tschechien und Ungarn anwerben zu können, um dem wachsenden Pflegenotstand in Deutschland &#8230; <a href="http://www.alcorde-verlag.de/2011/06/06/kommt-das-heil-aus-dem-osten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 1. Mai trat die neue Arbeitnehmerfreizügigkeit für die östlichen EU-Länder in Kraft. Damit verbunden war die Hoffnung der Politik, Tausende von „pflegewilligen“ Arbeitskräften aus Ländern wie Polen, Tschechien und Ungarn anwerben zu können, um dem wachsenden Pflegenotstand in Deutschland entgegenzuwirken. Liegt die Rettung unserer Pflege in der Hand unserer östlichen Nachbarn? Uwe Wolfs, der Autor unseres Ratgebers &#8220;Pflegebedürftig&#8221; gibt darauf Antwort.</p>
<p><span id="more-107"></span></p>
<h2>Ein wichtiger Schritt, aber mit welchen Folgen?</h2>
<div id="attachment_563" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.alcorde-verlag.de/wp-content/uploads/2011/07/Uwe_Wolfs_02_200.jpg"><img class=" wp-image-563 " title="Uwe_Wolfs_02_200" src="http://www.alcorde-verlag.de/wp-content/uploads/2011/07/Uwe_Wolfs_02_200.jpg" alt="" width="200" height="239" /></a><p class="wp-caption-text">Uwe Wolfs, Autor des Beitrags. Wolfs ist Fachbereichsleiter für den Bereich &quot;Leben im Alter&quot; der Theodor Fliedner Stiftung und zugleich Leiter des &quot;Dorfes&quot;.</p></div>
<p>Bisher waren viele Arbeitskräfte aus den östlichen EU-Ländern zumeist illegal in deutschen Haushalten tätig. Mit der nun in Kraft getretenen Arbeitnehmerfreizügigkeit rechnet man mit einer Entlastung für die pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen, die jetzt die Möglichkeit haben, diese Arbeitskräfte legal im eigenen Haushalt zu beschäftigen. Dort sollen sie die dringend benötigte Hilfe im Bereich der Grundpflege, der Betreuung und der hauswirtschaftlichen Erfordernisse leisten. Angesichts des zunehmenden Arbeitskräftemangels in den kommenden Jahren ein wichtiger Schritt, vor allem angesichts der Tatsache, dass die Gesellschaft rasant altert und die Gefahr von Pflegebedürftigkeit zunimmt.</p>
<p>Was aber bedeutet das für die Pflegeszene und wie sieht derzeit die Situation aus?</p>
<p>Mit zunehmendem Alter nehmen die Mehrfacherkrankungen zu und steigen die damit verbundenen Anforderungen an Pflege- und Behandlungsmaßnahmen. Für diese Arbeit werden fachlich gut ausgebildete Pflegekräfte benötigt, die außerdem in der Lage sind, den wachsenden Anforderungen in der Zusammenarbeit mit Ärzten, Krankenhäusern, Pflegeinstitutionen und anderen Dienstleistern im Gesundheitswesen gerecht zu werden. Dies ist weder mit Langzeitarbeitslosen noch mit Prostituierten (um hier nur einige politische Ideen der letzten Jahre zu nennen), noch ausschließlich mit ungelernten Arbeitskräften aus den östlichen Nachbarländern zu bewerkstelligen.</p>
<p>Inzwischen treten jedoch immer mehr die eklatanten Versäumnisse der vergangenen Jahre zu Tage. Bereits heute fehlen zehntausende Pflegefachkräfte in der ambulanten Pflege, in der stationären Altenpflege und in den Krankenhäusern. Doch anstatt die seitens der Politik immer wieder formulierten Absichten nach einer Verbesserung der Ausbildungssituation in konkrete Maßnahmen umzusetzen, hat man die Ausbildungsgänge finanziell ausgedörrt, Umschulungsmaßnahmen teilfinanziert oder  gar gestrichen und so für den Verlust an Ausbildungsplätzen und die Schließung ganzer Schulen gesorgt. Auch der Zusammenführung der Alten- und Krankenpflegeausbildung ist man kaum einen Schritt näher gekommen, obwohl Modellprojekte bereits in den neunziger Jahren erfolgreich und zukunftsweisend durchgeführt wurden.</p>
<ul>
<li><strong>Teil 2: Ein Qualitätsgespenst geht um</strong></li>
</ul>
<p>_____________________________________________________________</p>
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