28. Februar, 2016

Wir gratulieren: Europäischer Übersetzerpreis 2016 für unseren Übersetzer Andreas Ecke

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01_Manifest_Umschlag_VS_Button_300Nach einem 3. Platz im Wettbewerb »Das historische Buch des Jahres 2014« für unseren Band Das Manifest der Toleranz haben wir erneut Grund zu feiern: Andreas Ecke, der Übersetzer unseres Buches »Die Freiheit des Denkens: Sebastian Castellio – Wegbereiter der Toleranz« (erschienen in der BIBLIOTHEK HISTORISCHER DENKWÜRDIGKEITEN)  erhält den Hauptpreis des Europäischen Übersetzerpreises Offenburg 2016. Er ist mit 15.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre verliehen.

In der Pressemitteilung heißt es:

»›Ecke ist ein sehr einfühlsamer und vielseitiger Übersetzer, der, wie der Organist sagen würde, über sehr verschiedene Register verfügt‹, sagte Juror und Laudator Christoph Buchwald in der Mitteilung der Stadt Offenburg. Neben den in Deutschland bekannten niederländischen Autoren wie Cees Nooteboom, Otto de Kat und Geert Mak übersetze Andreas Ecke (geboren 1957 in Wuppertal) auch Erzählungen, Lyrik, Theatertexte und Sachbücher. Im Jahr 2015 erschien die viel beachtete deutsche Umschlag_Veen_Freiheit des Denkens_VS_300Übersetzung der Castellio-Biographie unter dem Titel Die Freiheit des Denkens: Sebastian Castellio − Wegbereiter der Toleranz der niederländischen Kirchenhistorikerin Mirjam van Veen. Andreas Ecke erhielt im Jahr 2010 für die Übersetzung von Gerbrand Bakkers Roman Oben ist es still den Else-Otten-Preis des Nederlands Letterenfonds.

Für den Europäischen Übersetzerpreis Offenburg 2016 entschied sich die Findungskommission, die Literatursprache Niederländisch in den Mittelpunkt zu stellen (Flandern & die Niederlande sind auch Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2016). Die Kommission benannte Christoph Buchwald, renommierter Herausgeber, Verleger und selbst Übersetzer aus dem Niederländischen, als alleinigen Juror und Laudator des Hauptpreisträgers.«

Andreas Ecke war ein Glücksfall für unseren Verlag. Die Übersetzung aus dem Niederländischen der Castellio-Biographie von Mirjam van Veen gestaltete sich sehr aufwendig und erforderte viel Mühe bei der Einarbeitung in die Zeit der Reformation und in die Werke Sebastian Castellios, des lange Zeit in Vergessenheit geratenen und von der Reformation verfolgten Basler Humanisten (1515–1563). Seine einfühlsame und sprachlich souveräne Übersetzung der Biographie trug wesentlich dazu bei, Castellio und seine Werke (siehe Bildfries unten) in Deutschland bekannt zu machen.

Plakat_Castellio_Bücherfries_30cm