2. Dezember, 2010

“Hätte ich zu diesem Zeitpunkt das Buch schon besessen, hätte mir das viel Zeit und Ärger gespart.”

Von

Dieser Satz stammt von Waltraud Ries, die uns dies nach der Lektüre unseres Ratgebers „Pflegebedürftig” geschrieben hat (siehe „Aktuelles!). In ihrer Familie war völlig unerwartet ein Pflegefall aufgetreten, der selbst sie als gelernte Journalistin zunächst völlig ratlos machte. Erst durch mühsames Recherchieren im Internet gelang es ihr, die passende Lösung zu finden, wie sie ihrer Angehörigen helfen konnte.

So wie ihr wird es voraussichtlich in den nächsten Jahren immer mehr Menschen ergehen. Denn wie das Statistische Bundesamt in seiner jüngsten Modellrechnungzeigt, werden im Jahr 2030 voraussichtlich 50 Prozent mehr Menschen als 2007 auf Pflege angewiesen sein. Konkret heißt das, dass insgesamt 3,4 Millionen Menschen Hilfe und Betreuung benötigen. Rechnet man diese Entwicklung auf das Jahr 2050 hoch, ergibt sich sogar eine Verdoppelung der Pflegebedürftigen auf unvorstellbare 4,5 Millionen Menschen. Ein großer Teil dieser Menschen wird ” wie die eingangs zitierte Leserin ” oft unerwartet von dieser Situation betroffen, wie etwa infolge eines Schlaganfalls oder Unfalls. In solchen Fällen herrscht oft Ratlosigkeit und Verzweiflung, und es sind zumeist die Angehörigen, die nach Hilfe suchen und auf rasche Lösungen angewiesen sind. An wen soll man sich wenden? Wo findet man umfassend und erschöpfend Rat und Antworten auf die vielen Fragen, die sich im Falle einer plötzlich eingetretenen Pflegebedürftigkeit ergeben? Und viele wissen oftmals noch gar nicht, welche Fragen sie in der jeweiligen Situation überhaupt stellen sollen.

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